Beltane

Beltane-Walpurgisnacht



Der 1. Mai soll für die Kelten einer der wichtigsten Tage ihres religiösen Jahres gewesen sein: Sie feierten den Beginn der Sommerzeit, in der die Erde zu neuem Leben erwacht. Auch die Germanen kannten derartige Frühlingsfeste. Sie feierten es mit Freudenfeuern und befragten die "weisen Frauen" nach der Zukunft.

Beltane war das Fest der "Strahlenden Sonne". BEL bedeutet strahlend, leuchtend.
TENE oder auch TEINE ist das "Feuer".
Der keltische Sonnengott trägt den Namen "Belenus"


Rituale



Das Maifeuer

In manchen Gegenden ist ein erhaltener Bauch das Maifeuer oder Hexenfeuer. Das Feuer wird entfacht, um die bösen Geister zu vertreiben. Das Feuer ist eine Hilfe gegen die Dunkelheit. Oft gehört es zum Brauch, dass Verliebte gemeinsam über das Maifeuer springen. 

Der Maibaum

In Süddeutschland ist das Aufstellen eines großen, hochstämmigen und verzierten Baumes auf dem Dorfplatz üblich. Verbunden mit diesem Ritual wird meist ein Dorf- oder Stadtfest zwischen dem 30. April und 1. Mai gefeiert.

Veranstaltungen zur Walpurgisnacht

Im Harz auf dem Blocksberg ist in der Walpurgisnacht viel los. An vielen Orten in der Region wird das Fest traditionell gefeiert.

Gedicht



Gedicht “Walpurgisnacht” von Theodor Storm (1817 - 1888)

Am Kreuzweg weint die verlassene Maid, 

Sie weint um verlassene Liebe. 

Die klagt den fliegenden Wolken ihr Leid, 

Ruft Himmel und Hölle zu Hülfe.- 

Da stürmt es heran durch die finstere Nacht, 

Die Eiche zittert, die Fichte kracht, 

Es flattern so krächzend die Raben.

Am Kreuzweg feiert der Böse sein Fest, 

Mit Sang und Klang und Reigen: 

Die Eule rafft sich vom heimlichen Nest 

Und lädt viel luftige Gäste. 

Die stürzen sich jach durch die Lüfte heran, 

Geschmückt mit Distel und Drachenzahn, 

Und grüßen den harrenden Meister.

Und über die Heide weit und breit 

Erschallt es im wilden Getümmel. 

"Wer bist du, du schöne, du lustige Maid? 

Juchheisa, Walpurgis ist kommen! 

Was zauderst du, Hexchen, komm, springe mit ein, 

Sollst heute des Meisters Liebste sein, 

Du schöne, du lustige Dirne!"

Der Nachtwind peitscht die tolle Schar 

Im Kreis um die weinende Dirne, 

Da packt sie der Meister am goldenen Haar 

Und schwingt sie im sausenden Reigen, 

Und wie im Zwielicht der Auerhahn schreit, 

Da hat der Teufel die Dirne gefreit 

Und hat sie nimmer gelassen.